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Analytische Psychologie (AP) 190, 2/2018
Geistes Gegenwart
Analytische Psychologie 190
Mit Beiträgen von Roman Lesmeister, Wolfgang Giegerich, Dieter Treu, Paul Bishop, Hartmut Böhme, Volker Hansen, Stefan Wolf, Konstantin Rößler, Ève Pilyser-Oms, Gustav Bovensiepen, Günter Langwieler, David Stötzner, Alexander Behringer, Barbara Beyland, Antje Barber, Antje Feistel, Joachim Weimer
1. Aufl. 2018
260 S., Pb.
39,90 €
Lieferbar

Inhalt
 
Roman Lesmeister
Editorial

Wolfgang Giegerich
Geist und Seele. C. G. Jung und die psychologische Differenz

Dieter Treu
Was ist ein Bild? – Und was ist ein Gedanke?– Über die gebrochene Dialektik der jungianischen Methodologie

Paul Bishop
»Nur insofern wir schlafen, leben wir; sobald wir erwachen, fangen wir an zu sterben!« Dithyrambisches Denken und transzendentaler Pantheismus bei Jung und Klages

Hartmut Böhme
Die psychologischen Typen bei Friedrich Schiller und C. G. Jung

Diskussionsforum
Volker Hansen
Schiller und Jung. Anmerkungen zu Hartmut Böhmes Beitrag: »Die psychologischen Typen bei Friedrich Schiller und C. G. Jung«

Filmbesprechung
Stefan Wolf
Was die Augen wissen

Denkbild
Konstantin Rößler
Macht! das Paar Liebe?
 
Ève Pilyser-Oms
Die kleine Meerjungfrau (La petite Sirène). Körperverlust als einziger Ausweg aus dem familiären Ödipuskomplex

Gustav Bovensiepen
Was habt Ihr, was wir noch nicht haben? Zum Verhältnis von Analytischer Psychologie zur Psychoanalyse

Günter Langwieler
Die Neurosenlehre C. G. Jungs zwischen Dissoziation und Imagination

David Stötzner
Archetyp und Spiritualität. Jung und Wilber im Dialog

Alexander Behringer, Barbara Beyland
Gespräch mit Kurt Höhfeld

Tagungsberichte
Antje Barber und Antje Feistel
DGAP-Frühjahrstagung: »Lebenslinien – Entwicklungen aus dem Selbst« März 2018 in Herrsching

Joachim Weimer
Forschungstag in Stuttgart. Komplexpsychologie im klinischen Kontext

Dieter Treu
Tagung: »Geistes Gegenwart« - Zum Verhältnis von Geist und Seele in Philosophie und Psychoanalyse

Dieter Schnocks, Konstantin Rößler
Nachruf auf Dr. Theodor Seifert (*9.7.1931–† 27.5.2018)

Buchbesprechungen
 
E-Books zu diesem Titel:

Gesamtheft (AP 190, E-Journal) Format: pdf
Preis: 37,50 €

Beitrag: Wolfgang Giegerich, Geist und Seele. C. G. Jung und die psychologische Differenz (AP 190, E-Journal) Format: pdf
Preis: 7,90 €
Eine kurze Textpassage aus Jungs Erinnerungen, in der Jung das, was »Sexualität« in seiner Psychologie bedeutet, explizit von der Bedeutung, die »Sexualität« in der Psychoanalyse Freuds hat, abgrenzt, enthält Winke, die es erlauben, den einzigartigen und meist weder beachteten noch wenigstens gesehenen Charakter seiner reifen Psychologie-Konzeption in seinen verschiedenen Zügen des näheren zu entfalten.

Beitrag: Dieter Treu, Was ist ein Bild? – Und was ist ein Gedanke? Über die gebrochene Dialektik der jungianischen Methodologie (AP 190, E-Journal) Format: pdf
Preis: 7,90 €
Vermutlich ist unsere Haltung zur Analytischen Psychologie auch dadurch geprägt, welche post-jungianischen Konzepte wir für unsere Arbeit als bereichernd und zu unseren persönlichen Eigentümlichkeiten passend empfinden. Im Beitrag wird anhand der Begriffe Bild und Bildlichkeit nach dem schwierigen Wie der Aneignung eines jungianischen Konzeptes durch Einzelne wie auch durch psychoanalytische Institutionen gefragt.
Anhand eines Jung-Zitates wird das ›innere Bild‹ für Jung in der Rolle als positiv-substanzhafter Gegenentwurf zur »zersetzenden« Methode Freuds diskutiert. Mit Bezug auf Hillmans phänomenologisches, nicht-metaphorisches Bildverständnis, werden Differenzen zwischen dem jungianischen Symbol- und Bildverständnis und deren Konsequenzen dargelegt. Beispielhaft an vier Debatten wird die innerjungianische Gebrochenheit einer Dialektik von Bild und Gedanke herausgearbeitet.

Beitrag: Paul Bishop, »Nur insofern wir schlafen, leben wir; sobald wir erwachen, fangen wir an zu sterben!« Dithyrambisches Denken und transzendentaler Pantheismus bei Jung und Klages (AP 190, E-Journal) Format: pdf
Preis: 7,90 €
Heidegger behauptete, dass es drei Heraklit’sche Denker gebe (Hölderlin, Hegel und Nietzsche). Es ist bestimmt kein Fehler, C. G. Jung und Ludwig Klages als Vierten und Fünften in diese Gruppe aufzunehmen. Im Falle von Jung entdecken wir Heraklit als einen Denker der spannungsvollen Polarität: Abgesehen von Heraklits Vorstellung der Seele, interessiert sich Jung vorwiegend für den Begriff der Enantiodromie. Radikaler noch als bei Jung ist die Heraklit-Deutung des Lebensphilosophen Klages. Schon in Klages’ frühen Schriften gilt Heraklit als »Ekstatiker«, aber auch als »dithyrambischer Denker«. In diesem Artikel wird versucht, die Heraklit-Rezeption bei Jung zu überprüfen, die Radikalität Klages’ durch
seine Heraklit-Deutung zu würdigen und kritisch zu beleuchten sowie beide Denkansätze miteinander zu vergleichen.

Beitrag: Hartmut Böhme, Die psychologischen Typen bei Friedrich Schiller und C. G. Jung (AP 190, E-Journal) Format: pdf
Preis: 7,90 €
In seinem Buch »Psychologische Typen« von 1921 widmet C. G. Jung dem Dichter und Philosophen Friedrich Schiller ein ausführliches Kapitel, das genauso lang ist wie Jungs eigene Systematik der acht Persönlichkeitstypen. Die Schiller-Passage ist Teil der ungewöhnlich ausführlichen Ideengeschichte der Jung’schen Persönlichkeitstypologie. Letztere hat auf die Persönlichkeitsforschung großen Einfluss gewonnen, indes ausschließlich hinsichtlich des formalen Gerüsts der Typik, das letztlich auf die Tetrade der vier Elemente und der vier Temperamente zurückgeht. Was ist überhaupt Typologie und welcher Art ist die Jung’sche Typen-Einteilung? Ist sie eine Theorie, eine Systematik oder eher eine Heuristik auf der Grundlage von Lektüren und Erfahrungen?

Beitrag: Ève Pilyser-Oms, Die kleine Meerjungfrau (La petite Sirène). Körperverlust als einziger Ausweg aus dem familiären Ödipuskomplex (AP 190, E-Journal) Format: pdf
Preis: 7,90 €
Im Anschluss an eine wortgetreue Interpretation – komplementär zur bekannten projektiven Lektüre des Andersen-Märchens Die kleine Meerjungfrau – stellt die Autorin die Frage nach dem Ursprung, dem Ausmaß und den möglichen Konsequenzen eines generationenübergreifenden Ödipuskomplexes für die Erfahrung und zukünftige Entwicklung einer Heranwachsenden.

Beitrag: Gustav Bovensiepen, Was habt Ihr, was wir noch nicht haben? Zum Verhältnis von Analytischer Psychologie zur Psychoanalyse (AP 190, E-Jouranl) Format: pdf
Preis: 7,90 €
Es werden konzeptuelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Analytischer Psychologie und modernen psychoanalytischen Traditionen (Selbstpsychologie und postkleinianische Objektbeziehungspsychologie) dargestellt, die für die persönliche Behandlungspraxis des Autors bedeutsam sind. Die grundlegende Differenz liegt in unterschiedlichen Modellen der Psyche: Jungs Modell ist umfassender und wird der »psychischen Wirklichkeit« gerechter als die Strukturtheorie der Psychoanalyse. Die moderne Komplextheorie umfasst eine jungianische Krankheitslehre, ein entwicklungspsychologisches Konzept und ein der Objektbeziehungspsychologie vergleichbares Konzept innerer Objekte. Im Selbstkonzept der Analytischen Psychologie drückt sich im Kern die Wandlungsdynamik von Jungs Modell der Psyche aus, während das Konzept des Selbst in der Psychoanalyse im Wesentlichen ein ichpsychologisches Konzept darstellt. Ein Schwerpunkt des Textes liegt auf einer vergleichenden Darstellung der Komplexe als grundlegende Arbeitseinheiten der Psyche und der Theorie der inneren Objekte, wie sie in der postkleinianischen Tradition angewendet wird.

Beitrag: Günter Langwieler, Die Neurosenlehre C. G. Jungs zwischen Dissoziation und Imagination (AP 190, E-Journal) Format: pdf
Preis: 7,90 €
Unbewusste gefühlsbetonte Komplexe, Dissoziation der Persönlichkeit und Aktive Imagination werden als zentrale Kategorien von Jungs Neurosenlehre diskutiert und der Dissoziationsbegriff in seiner ideengeschichtlichen Entwicklung nachvollzogen. Jung verbindet mit seinem Komplex- und Dissoziationsbegriff ein Konfliktmodell mit einem Strukturmodell der Neurose: Dissoziative Mechanismen schützen das Ich-Bewusstsein vor Überforderung durch Konflikte und unerträgliche Emotionen, indem sie diese ins Unbewusste abspalten. Im Sinne der ICD werden aus dem bewussten Erleben einzelne integrativ wirkende psychische Funktionen herausgelöst und bewirken typische neurotische Symptome. Mit Hilfe der Phantasie und der Anwesenheit des Psychotherapeuten kann die Verbindung zu den unbewussten Komplexen hergestellt
werden, um sie wieder zu integrieren.

Beitrag: David Stötzner, Archetyp und Spiritualität. Jung und Wilber im Dialog (AP 190, E-Journal) Format: pdf
Preis: 7,90 €
Eine Verbindung grundlegender Gedanken der integralen Theorie von Ken Wilber mit der Analytischen Psychologie C. G. Jungs enthält ein großes Potential für die theoretische Weiterentwicklung der analytischen Psychologie. Eine solche Synthese hilft, die unterschiedlichen Ebenen in Jungs Werk klarer auseinanderzuhalten, und eröffnet neue Möglichkeiten für das Verständnis höherer Entwicklungspotentiale und den Bereich der Spiritualität. Die Auseinandersetzung mit Wilber schärft den Blick für das Verhältnis von Urbild und Abbild sowie für den Entwicklungsweg des Ichs durch die präpersonalen, personalen und transpersonalen Ebenen. Aber auch die integrale Theorie kann von einer vertieften Auseinandersetzung mit Jung profitieren, indem es auf die notwendig bestehende Durchdringung der frühen Entwicklungsebenen mit der transpersonalen Dimension hinweist.

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