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Anne Zachary
Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Vorspohl
Die Anatomie der Klitoris
Psychodynamik der weiblichen Sexualität
1. Aufl.
144 S., 15,5 x 23,5 cm, Pb. Großoktav
19,90 €
ISBN 9783955582432

Lieferbar

Anne Zachary klärt über das historische Schweigen, Verleugnen und Unterdrücken der weiblichen Sexualität innerhalb der Psychoanalyse als auch der medizinischen Forschung auf. Die Psychoanalytikerin mit medizinischer Ausbildung integriert die revolutionäre anatomische Neubenennung der Klitoris in den 1990er Jahren in eine psychoanalytische Theorie der weiblichen Sexualität.
Einige Jahre vor der Jahrtausendwende berichteten die Fachliteratur und schließlich auch die Medien von neuen Entdeckungen zur weiblichen Anatomie. Die Strukturen, welche die kleine Klitoriseichel umgeben, bilden zusammen eine größere, dem Penis entsprechende Struktur. Dieses Wissen war aus vielschichtigen sozialen und kulturellen Gründen jahrhundertelang verschüttet. Die neuen Erkenntnisse gingen abermals in einer Woge aus angsterfüllter Bestürzung und Trivialisierung unter.
In der langwierigen, leidenschaftlichen Debatte über die Theorie der weiblichen ­Sexualität, die seit mehr als einem Jahrhundert und ohne endgültiges Ergebnis innerhalb der Psychoanalyse geführt wird, wiederholt sich dieses Muster ein ums andere Mal: Eine Idee wird nicht anerkannt, verschwindet und taucht später erneut auf. Dies spiegelt die charakteristischen Merk­male der weiblichen Geschlechtsorgane wider, die verborgen sind und verheimlicht werden und sowohl in körperlicher als auch in generativer Hinsicht zirkulär und konzentrisch strukturiert sind.


»Der Psychoanalytikerin Anne Zachary ist es in ihrer ausgezeichneten Studie gelungen, eine neue psychoanalytische Theorie der weiblichen Sexualität zu erstellen.«
(M. + W. Prankl, für: kultur-punkt.ch)
 
»Im Gegensatz zu den männlichen Genitalien sind die weiblichen dem Blick verborgen. Die Ärztin und Psychotherapeutin Anne Zachary macht deutlich, dass die Klitoris deshalb lange als kleines ›verkümmertes‹ Organ galt und als minderwertig im Vergleich zum Penis. Dies hat dazu beigetragen, Frauen als ›zweites oder sogar als fehlerhaftes Geschlecht‹ zu bezeichnen.«
(Barbara Obermüller, in: Mathilde)
 
»Vor allem ihre biologischen Ausführungen zur Klitoris als ein Organ, das größtenteils im Inneren des Körpers zu finden ist, sind für fachfremde Menschen sehr aufschlussreich. Für Personen mit klinisch-psychoanalytischem Vorwissen und Erfahrungen aus der Praxis bringt das Buch wohl auch die Möglichkeit einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit der weiblichen Sexualität und den Implikationen für die klinische Praxis mit sich.«
(Tanja Vogler, in: aep informationen, Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft)
 
 
 
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