Spiel und Spielen in der Kinderanalyse
30. Konferenz der VAKJP- Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftlichen Austausch
Datum: 21.02.2026
Stadt: Frankfurt am Main
Veranstaltungsort: Haus am Dom | Domplatz 3 | 60311 Frankfurt am Main
Veranstalter: VAKJP
Thema: Spiel und Psychoanalyse. Kulturtheoretische Betrachtungen und psychodynamische Behandlungspraxis
Flyer mit Informationen zum Programm und zur Anmeldung
Zu spielen ist eine universell-menschliche Tätigkeit. Schon vor über 30.000 Jahren spielten Menschen mit Farben und Tönen, wovon Höhlenmalerei und Knochenflöten zeugen. Spielen markiert kulturell den Übergang vom Reich der Notwendigkeit ins Reich der Freiheit. Dies brachte den niederländischen Historiker und Kulturwissenschaftler Johan Huizinga dazu, vom homo ludens als weiterer Gattungsbezeichnung für den homo sapiens zu sprechen. In allen Kulturen haben sich im Laufe von Jahrhunderten feste, teils ritualisierte Formen des Spiels etabliert: Zum Beispiel als Dionysien und Komödien in der Antike, als Karneval und Mysterienspiele im Mittelalter, als Feuerwerk, Sport und Olympische Spiele in der Neuzeit.
Im kindlichen Leben ist zu spielen eine alterstypische Ausdrucksform. An diese knüpfen alle Varianten von Spieltherapien an. In der psychoanalytischen Tradition wurde Spielen zum kindspezifischen Äquivalent für die freie Assoziation. Im Spiel, der Bühne des Kindes, inszeniert es seine intra- wie interpersonellen Konflikte, teilt seine Affekte mit, handelt symbolisierend und sucht im Probehandeln auch nach Lösungen.
Das kindliche Spiel haben sich die Pioniere der Kinderanalyse Hermine Hug-Hellmuth, Melanie Klein und Anna Freud zu Nutze gemacht, um auf unterschiedliche Weise mit dem Unbewussten des Kindes in Kontakt zu kommen.