Veranstaltung & Büchertische
DENK MAL AM ORT
»Feldbergstraße 42 – Geschichte eines ›Ghettohauses‹«
Lesung und Vortrag
Datum und Uhrzeit: 28. März 2026, 17 Uhr
Veranstaltungsort: Feldbergstraße 42, 60323 Frankfurt Westend-Süd
Veranstalter: KUBIN e.V.
Am 19. Oktober 1941 wurden sechsundzwanzig Menschen aus den Wohnungen der Feldbergstraße 42 deportiert. Keiner von ihnen hat überlebt. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die aus Frankfurt verschleppt wurden. Der Aufstieg des Nationalsozialismus, des Hasses und Antisemitismus hatte das einst bürgerliche Haus in ein »Ghettohaus« verwandelt. Vor dem 1888 erbauten Gründerhaus liest die Autorin Valérie Göttel aus ihrem Buch »Feldbergstraße 42 – Geschichte eines ›Ghettohauses‹«.
Flyer mit Informationen zum Programm
Grenzen
73. Jahrestagung der VAKJP
Datum: 30. April bis 3. Mai 2026
Stadt: Potsdam
Veranstaltungsort: Kongresshotel Potsdam am Templiner See | Am Luftschiffhafen 1 | 14471 Potsdam
Veranstalter: VAKJP
Thema: Grenzen
Flyer mit Informationen zum Programm und zur Anmeldung
Die diesjährige Jahrestagung der VAKJP widmet sich einer grundlegenden Kategorie der inneren und äußeren Existenz des Menschen: der Frage nach der Bedeutung von Grenzen und unserem Umgang mit ihnen. Während die bewusste Wahrung schützender Grenzen integrales Anliegen unserer psychoanalytisch begründeten Arbeit als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut*innen ist, konstelliert sich das Thema angesichts der sozialen und politischen Entwicklungen unserer Zeit zunehmend als ein hoch fragiles und komplexes, welches uns persönlich und fachlich in unseren Haltungen herausfordert.
Die Tagungsvorbereitungsgruppe hat sich bei ihren Überlegungen insbesondere von zwei Wegen des Zugangs leiten lassen: Zum einen wurde deutlich, wie sehr gerade hinsichtlich der subjektiven Erfahrungswirklichkeit von »Grenzen« innere und äußere Welt miteinander dynamisch interagieren. Grenzen evozieren Affekte intensivster Art, ermöglichen einerseits Schutz und Entwicklung, während sie gleichzeitig polarisieren, trennen und dazu tendieren, sich selbst auf unheilvolle Weise zu vertiefen. In der Arbeit mit Geflüchteten kommen wir in Kontakt mit fremden Welten jenseits unserer Grenzen, mit Bedürfnissen nach Formen der Hilfe und des Settings jenseits der Grenze des uns therapeutisch Vertrauten. 1989 durften wir in unserem Land die Überwindung einer scheinbar unauflöslichen Grenze erfahren. Wie hat »Der lange Schatten der Vergangenheit« (A. Assmann) es geschafft, uns wieder einzuholen?
Der zweite Zugangsweg zur Tagungsthematik war für uns das Verständnis der »Grenze« als einer vielschichtigen, ambivalenten, manchmal antagonistischen Struktur. Es kann der besonders wertvolle Beitrag unserer psychoanalytisch begründeten Verfahren sein, die Stimmigkeit einer entwicklungsfördernden Grenze stets neu auszuloten und ihre schützende oder auch verändernde Kraft in der therapeutischen Beziehung ganz konkret spürbar werden zu lassen. Die vertrauensvolle Beziehung zum Objekt basiert auch auf der Verinnerlichung der guten Grenze, familiär und gesellschaftlich und verlangt immer auch den (narzisstischen) Verzicht. In einer Zeit, die so stark durch Leistung und Konsum auf der einen Seite und Spaltung und Angst auf der anderen Seite geprägt ist, stellt sich die Frage: Wie kommt die gute Grenze in den Menschen?
Erfreulicherweise haben viele Kolleginnen und Kollegen Angebote in Form von Vorträgen oder Arbeitsgruppen zum Tagungsthema eingereicht. In zahlreichen inhaltlichen Facetten werden wir uns daher im Plenum oder im kleineren Kreis nicht zuletzt auch mit den behandlungstechnischen Implikationen von »Grenzsituationen« in unseren Therapien beschäftigen können. Um auch selbst kreativ mit Grenzen zu experimentieren, haben wir als Tagungsvorbereitungsgruppe für die Jahrestagung 2026 zwei Neuerungen vorgesehen: Um dem auf der letzten Tagung geäußerten Wunsch nach vertieftem gemeinsamem Austausch über das Gehörte und Erarbeitete zu entsprechen, wird die kommende Tagung nicht mit einem Vortrag, sondern mit einer Großgruppe enden. Von der zweiten Neuerung wurden wir selbst überrascht: Wir wollten uns auch von unserem Tagungsort inspirieren lassen und planten eine Vorführung des Films »Gundermann« (2018). Zu unserer Freude hat sich der in Potsdam lebende bekannte Regisseur des Films, Andreas Dresen, bereiterklärt, am Freitagabend mit uns über die Auseinandersetzung mit der ostdeutschen Vergangenheit in seinem Film zu sprechen.
Wilhelm Hammann – Ein Gerechter unter den Völkern
Buchvorstellung von Bernd Heyl
Datum: 05.05.2026
Stadt: Groß-Gerau
Veranstaltungsort: Stadtmuseum Groß-Gerau, Am Marktplatz 3
Grußwort: Landrat Thomas Will
Biografie eines hessischen Antifaschisten. 70 Jahre nach Wilhelm Hammanns Tod stellt sich die Frage nach den Perspektiven einer aktuellen Erinnerungskultur, die Geschichte verstehen will und auch die Erfahrungen derjenigen aufnimmt, die ihr Leben dem Kampf für soziale Gerechtigkeit und dem Kampf gegen den Faschismus gewidmet haben.
Wilhelm Hammann, geboren am 25. Februar 1897 in Biebesheim, während der Nazizeit politisch verfolgt und im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert, war 1945 Blockältester im Block 8, einem der beiden Jungenblocks des KZ Buchenwald. In den letzten Tagen vor der Befreiung bewahrte er 159 jüdische Jungen vor dem Todesmarsch. Für diese Rettungstat ehrte ihn Yad Vashem am 18. Juli 1984 als »Gerechter unter den Völkern«.
Bernd Heyl beleuchtet den langen erinnerungspolitischen Diskurs bis zu dieser späten Ehrung und gibt einen Einblick in seine Arbeit zur Biografie Wilhelm Hammanns.
Referent: Bernd Heyl stellt seine ausführliche Biographie Wilhelm Hammanns vor; erschienen im Verlag Brandes & Apsel.
Im Anschluss an die Buchvorstellung gibt es die Möglichkeit, bei einem Getränk noch ins Gespräch zu kommen.
In Zusammenarbeit von Kreisvolkshochschule Groß-Gerau, Arbeit und Leben Hessen, DGB-Kreisverband Groß-Gerau, GEW-KV-Groß-Gerau, Kath. Betriebsseelsorge Südhessen, Ev. Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim
Um Anmeldung über das Servicebüro der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau wird gebeten:
Telefon: 06152 1870-0 Mail: info@kvhsgg.de Web: www.kvhsgg.deWilhelm Hammann – Ein Gerechter unter den Völkern
Buchvorstellung von Bernd Heyl
Datum: 21.05.2026
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: Alte Synagoge Rüsselsheim am Main, Mainzer Straße 19, Rüsselsheim
Anmeldung: info@alte-synagoge-ruesselsheim.de
Kooperation: Stadtbücherei Rüsselsheim
Teilnahme: kostenlos
Biografie eines hessischen Antifaschisten. 70 Jahre nach Wilhelm Hammanns Tod stellt sich die Frage nach den Perspektiven einer aktuellen Erinnerungskultur, die Geschichte verstehen will und auch die Erfahrungen derjenigen aufnimmt, die ihr Leben dem Kampf für soziale Gerechtigkeit und dem Kampf gegen den Faschismus gewidmet haben.
Wilhelm Hammann, geboren am 25. Februar 1897 in Biebesheim, während der Nazizeit politisch verfolgt und im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert, war 1945 Blockältester im Block 8, einem der beiden Jungenblocks des KZ Buchenwald. In den letzten Tagen vor der Befreiung bewahrte er 159 jüdische Jungen vor dem Todesmarsch. Für diese Rettungstat ehrte ihn Yad Vashem am 18. Juli 1984 als »Gerechter unter den Völkern«.
Bernd Heyl beleuchtet den langen erinnerungspolitischen Diskurs bis zu dieser späten Ehrung und gibt einen Einblick in seine Arbeit zur Biografie Wilhelm Hammanns.
Referent: Bernd Heyl stellt seine ausführliche Biographie Wilhelm Hammanns vor; erschienen im Verlag Brandes & Apsel.
Wilhelm Hammann – Ein Gerechter unter den Völkern
Buchvorstellung von Bernd Heyl
Datum: 18.06.2026
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: Heimatmuseum Biebesheim, Neugasse 3, 64584 Biebesheim am Rhein
Biografie eines hessischen Antifaschisten. 70 Jahre nach Wilhelm Hammanns Tod stellt sich die Frage nach den Perspektiven einer aktuellen Erinnerungskultur, die Geschichte verstehen will und auch die Erfahrungen derjenigen aufnimmt, die ihr Leben dem Kampf für soziale Gerechtigkeit und dem Kampf gegen den Faschismus gewidmet haben.
Wilhelm Hammann, geboren am 25. Februar 1897 in Biebesheim, während der Nazizeit politisch verfolgt und im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert, war 1945 Blockältester im Block 8, einem der beiden Jungenblocks des KZ Buchenwald. In den letzten Tagen vor der Befreiung bewahrte er 159 jüdische Jungen vor dem Todesmarsch. Für diese Rettungstat ehrte ihn Yad Vashem am 18. Juli 1984 als »Gerechter unter den Völkern«.
Bernd Heyl beleuchtet den langen erinnerungspolitischen Diskurs bis zu dieser späten Ehrung und gibt einen Einblick in seine Arbeit zur Biografie Wilhelm Hammanns.
Referent: Bernd Heyl stellt seine ausführliche Biographie Wilhelm Hammanns vor; erschienen im Verlag Brandes & Apsel.