Veranstaltung & Büchertische

Buchvorstellung

 

Bernd Heyl
Wilhelm Hammann – Ein Gerechter unter den Völkern
Biografie eines hessischen Antifaschisten

 

Dienstag, 8. September 2026

19 Uhr

2og:dondorf

Gabriele-Riesser-Weg 3

60497 Frankfurt am Main

 

Veranstalter: 
Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945

www.widerstand-1933-1945.de

 

Der Autor Bernd Heyl berichtet von der Auseinandersetzung um das Gedenken und Erinnern an Wilhelm Hammann (1897-1955) und vom Leben und Wirken des NS-Widerstandskämpfers, der sich als Kommunist, Lehrer, Abgeordneter und Landrat im Kreis Groß-Gerau vor und nach 1933 für Gerechtigkeit und die ihm anvertrauten Menschen eingesetzt hat. Als KZ-Häftling in Buchenwald rettete er 159 jüdische Jugendliche vor der Ermordung und wurde dafür posthum von Yad Vashem 1984 als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt. Doch nicht nur von den Nationalsozialisten, sondern auch nach der Befreiung wurde er lange von den US-Besatzungsbehörden im KZ Dachau unschuldig inhaftiert. Für seine Freilassung im Mai 1947 setzten sich eine internationale Solidaritätskampagne, u.a. Eugen Kogon, Emil Carlebach, Paul Grünewald und eine Versammlung ehemaliger Buchenwaldhäftlinge in Frankfurt/M ein.
Er war „ein feiner Mensch“, erinnern sich Zeitzeugen, und Bernd Heyl urteilt: „Wilhelm Hammann war mehr von seinen moralischen Überzeugungen als vom materialistischen Denken in marxistischem Sinn geprägt.“

Mit Farben sprechen lernen

Kunstausstellung des Frankfurter Malprojekts mit ukrainischen Kindern

Ausstellungseröffnung: 12.6.2026 um 19.00 Uhr

Dauer der Ausstellung: 13.6.2026 bis 12.8.2026, täglich von 11 bis 17 Uhr

Führung: 14.6.2026 von 15 bis 16 Uhr (und auf Anfrage)

Workshop zur Säuglingsbeobachtung in Zeiten des Kriege: 14.6.2026 von 11 bis 14 Uhr

Veranstaltungsort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt

Eintritt frei!

 

Das Frankfurter Malprojekt mit ukrainischen Kindern besteht seit Juli 2022. Malen hilft Grundschulkindern, Unaussprechbares in ihren Bildern auszudrücken. So finden sie einen Raum, der ihnen Halt gibt, sie stärkt und tröstet. Die Bilder geben einen Einblick, wie Kinder seit vier Jahren Krieg in Frankfurt ankommen. Gemälde der Kunststudentin Renata Dzhakh-Dzhakh (Charkiv/Offenbach) vervollständigen die Ausstellung.

 

Open Books – Lesefest zur Frankfurter Buchmesse

Feldbergstraße 42. Geschichte eines »Ghettohauses« in Frankfurt am Main

Jüdische Zeitzeugen im Frankfurter Westend (1888–1988)

 

Buchvorstellung: Valérie Göttel

Lesung: Helena Polic

Moderation: Felicitas Alt

 

Datum: 08.10.2026

Uhrzeit: 18.30 Uhr

Veranstaltungsort: Presse- und Informationsamt Frankfurt, Römerberg 32, 60311 Frankfurt

 

Valérie Göttel erzählt in ihrem Buch die Geschichte eines 1888 erbauten Gründerzeithauses und von dessen Bewohnern in Frankfurt am Main. Das Haus in der Feldbergstraße 42 im Westend zeugt vom Leben der Frankfurter Bürger während eines ganzen Jahrhunderts, vom Deutschen Reich bis zur Bundesrepublik Deutschland, bis es 1988 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Der Aufstieg des Nationalsozialismus, des Hasses und des Antisemitismus verwandelte dieses bürgerliche Haus in einen Ort des Elends und Leidens, in ein »Ghettohaus« oder wie damals beschrieben: ein »Judenhaus«. Am 19. Oktober 1941 wurden 26 Menschen aus den Wohnungen der Feldbergstraße 42 bei der ersten Deportation aus Frankfurt in den Tod geschickt. Wie kam es dazu? Was ist eigentlich ein »Ghettohaus«? Die Biografien von über 80 Menschen, die zeitweise, freiwillig oder gezwungen, in diesem »Ghettohaus« lebten, die als Opfer des nationalsozialistischen Regimes ermordet wurden oder fliehen mussten, ergänzen die Erzählung. Es werden zahlreiche Themen behandelt: die glanzvolle Zeit der Expansion der Stadt Frankfurt am Main, die Entstehung des Westends, der Erste Weltkrieg, die Weltwirtschaftskrise, der unaufhaltsame Aufstieg des Nationalsozialismus bis zum Dritten Reich, die gewaltsamen Repressalien, die Arisierung, Enteignungen, Deportationen, Besatzung, Reparationen.

 

Valérie Göttel wurde in Frankreich geboren und studierte Geschichte in London, Paris, Aix-en-Provence und São Paulo. An diesem Abend stellt sie ihr Buch vor.

Helena Polic, Schauspielerin und Studentin der Anglistik an der Goethe Universität, liest aus dem Buch vor.

19. Mainzer Kinderanalytische Konferenz

»Was ich niemals wissen darf …« Geheimnisse in der Psychotherapie

Datum: 24.10.2026

Uhrzeit: 19 Uhr

Veranstaltungsort: Erbacher Hof (Mainz)

Anmeldung: www.mpi-mainz.de

Referentinnen und Referenten: Bernd Aschenbrenner, Angela Moré und Tanja Maria Müller


»Was ich niemals wissen darf…« – Geheimnisse in der Psychotherapie

 

In diesem Jahr soll es um eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Aspekten und Bedeutungen von Geheimnissen in Beziehungen, Entwicklungsprozessen und im Behandlungsgeschehen gehen.

 

Näheres zu Programm und Ablauf können Sie dem Flyer entnehmen.

Auf Ihre Teilnahme, auf anregende Diskussionen und bereichernde »Einsichten« freuen sich Bernd Traxl, Sandra Kirsch, Larissa Fraß-See und Rebecca Kempf.

 

Bitte nutzen Sie für Ihre Anmeldung das Onlineformular:
https://www.mpi-mainz.de/veranstaltungen/tagungen/anmeldung-zur-kinderanalytischen-konferenz

Tag der Psychodynamik

Eine Veranstaltung des Landesverbandes Rheinland-Pfalz der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT)

 

Datum: 07.11.2026

Uhrzeit: 9:00 bis 15:30

Veranstaltungsort:
Alte Mensa der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Johann-Joachim-Becher-Weg 3–9
55128 Mainz

 

Es erwarten Sie wie gewohnt drei gegenwartsbezogene und spannende Vorträge: Herr Meyer zum Wischen beschreibt, wie ausgehend von einer Fehlleistung des Analytikers, seines Verhörens, der Frage nachgegangen wird, ob in der Analyse psychotischer PatientInnen die Bildungen des Unbewussten der AnalytikerInnen dazu beitragen können, die Macht destruktiver Einschreibungen zu lösen und dabei neue Verknüpfungen und Spielräume zu ermöglichen. Frau Mensak-Sporner beleuchtet in ihrem Vortrag, wie rohe Gewalt und frühe traumatische Erfahrungen im psychoanalytischen Prozess durch Spiel, Beziehung und Symbolisierung schrittweise in kreative Ausdrucksformen und innere Repräsentanzen transformiert werden können. Im dritten Vortrag zeigt Herr Reininger wie mit kognitiv-mentalisierenden Interventionen und Adressierung identifikationsbasierter Zweifel, nachweislich gesellschaftliche Polarisierung reduziert und Demokratiefähigkeit gestärkt wird.

 

Anmeldung:
https://www.dgpt-rlp.de/veranstaltungen/tag-der-psychodynamik

 

Näheres zu Programm und Ablauf können Sie dem unserem Flyer entnehmen.

38. Jahrestagung der MAP

Herausforderung Elternschaft

 

Datum: 13.11. bis 15.11.2026

Veranstaltungsort: Haus der Bayerischen Landwirtschaft
Rieder Straße 70
82211 Herrsching (bei München)

Referentinnen und Referenten: Vera King, Tobias Nolte, Nikolaus von Hofacker, Kai von Klitzing

 

Elternschaft ist eine Herausforderung für die jeweiligen Eltern und für die Gesellschaft – vielleicht mehr denn je. In dem berühmten Essay ‚Autorität und Familie‘ (1936) erörtert Max Horkheimer wie Familie (und damit Elternschaft) in einem doppelten dialektischen Vermittlungszusammenhang zwischen Individuum und Gesellschaft steht. Einerseits transportiert die Institution Familie als Sozialisationsinstanz die gesellschaftlichen Herrschaftsstrukturen ins Subjekt und andererseits wirkt Familie wiederum als Residuum der bezogenen Verletzlichkeit sowie Fürsorge als ein emanzipatorisches Moment genau entgegen diesen Herrschaftsansprüchen. Hierbei ist wichtig zu beachten, dass Elternschaft eine zutiefst asymmetrische Beziehungsform darstellt, innerhalb derer eine besondere Macht und Verantwortlichkeit auf Seiten der Eltern besteht. Dies bildet ein wissenschaftliches Untersuchungsfeld, in dem die Psychoanalyse zum einen die Mikroprozesse der Eltern-Kind-Interaktion sowie die damit verbundenen, unbewussten Subjektivierungsformen immer genauer beobachtet und zum anderen auf der sozialpsychologischen, kulturtheoretischen Ebene begriffliche Arbeit leistet, um die gesellschaftlichen Entwicklungen verstehen zu können, welche die elterliche Verantwortung herausfordern. Dies reicht von den Untersuchungen zur transgenerationalen Trauma-Weitergabe bis hin zu fortgeschrittenen Konzepten der Generativität.

 

Näheres zu Programm und Ablauf können Sie dem unserem Flyer entnehmen.

 

Anmeldung: https://eveeno.com/319394235