Gerhard Bökel
Avignon – Vaucluse – Provence
Das Vichy-Regime und die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg – Nazi-Terror, Kollaboration und Résistance
Der Titel erscheint vorraussichtlich im Mai 2027.
Vorschau
1. Auflage 2027
ca. 224 S., Paperback Großoktav (24 x 17 cm) mit Abbildungen, Fotos und Dokumenten
ISBN 978-3-95558-444-3
Von der französischen Kapitulation im Juni 1940 bis zur Befreiung des Landes im August 1944 waren es nur etwas mehr als vier Jahre: Mit dem von den Deutschen diktierten Waffenstillstandsvertrag erfolgte 1940 die Aufteilung Frankreichs in die besetzte Zone, zone occupée, und eine sogenannte freie Zone, zone libre, mit der Provence. Vom provisorischen Regierungssitz in Vichy wurde das besetzte Frankreich autoritär geführt von Marschall Pétain. Seitdem sprechen wir vom Vichy-Regime. Ende 1942 marschierten die Deutschen und – aus dem Südosten kommend – die Italiener auch in der zone libre ein. Nun war das ganze Land besetzt. Vorbei war es mit der »freien« Zone.
Zunächst beschreibt Bökel die Ereignisse in der zone libre und die dominierende Rolle Pétains als selbst ernannten Staatschef, Chef d´État, sowie die Repression seines Regimes, die Verfolgung der Anhänger der Dritten Republik, von Juden und Freimaurern. Beschrieben wird auch der demonstrative Prozess in Riom gegen die wichtigsten Repräsentanten der Dritten Republik mit Léon Blum und Édouard Daladier. Ein Prozess, der für Pétain im Desaster endete. Neben der nationalen Ebene schildert Bökel den Alltag unter Vichy am Beispiel der Provence mit dem Departement Vaucluse und Avignon. Die Darstellung erfolgt chronologisch, mit dem Versuch aufzuzeigen, was zeitgleich auf nationaler wie regionaler Ebene geschah; aber gezeigt wird auch die Parallelität von Vichy-Politik, Kollaboration, deutschen Repressionen und dem erfolgreichen Widerstand der Résistance.
Ein Buch, das zum historischen Verständnis von Frankreich beiträgt.