Valérie Göttel
Feldbergstraße 42 – Geschichte eines »Ghettohauses« in Frankfurt am Main
Jüdische Zeitzeugen im Frankfurter Westend (1888–1988)
1. Auflage 2026
352 S., Paperback Großoktav (24 x 17 cm)
ISBN 978-3-95558-417-7
Erzählt wird die Geschichte eines 1888 erbauten Gründerzeithauses in Frankfurt am Main und von dessen Bewohnern. Das Haus in der Feldbergstraße 42 im Westend zeugt vom Leben der Frankfurter Bürger während eines ganzen Jahrhunderts, vom Deutschen Reich bis zur Bundesrepublik Deutschland, bis es 1988 unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Die Entstehung des Westends, der Erste Weltkrieg, die Weltwirtschaftskrise, der unaufhaltsame Aufstieg des Nationalsozialismus bishin zum Dritten Reich mit Arisierung, Enteignungen und Deportationen, aber auch die Besatzungzeit werden anhand von vielen Dokumenten und Fotos dargestellt.
Der Fokus liegt dabei auf der Zeit, in der das bürgerliche Haus in der Feldbergstraße 42 zu einem »Ghettohaus« wurde, einem Ort des Elends und Leidens. Von dem am 19. Oktober 1941 26 Menschen bei der ersten Deportation aus Frankfurt in den Tod geschickt wurden. Wie kam es dazu? Was ist eigentlich ein »Ghettohaus«? Zahlreiche Kurzbiografien von über 80 Menschen, die in diesem »Ghettohaus« lebten und Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden – ermordet oder geflohen –, ergänzen die die Geschichte dieses Hauses.