Birgit Mau-Endres / Ingegerd Schäuble / Christian Thienel / Alfred Walter
Kulturelle Brücken bauen
Annäherungen an das Unvertraute aus interdisziplinärer Sicht.
Eine (deutsche) Selbstreflexion
1. Auflage 2026
148 S., Paperback Großoktav (24 x 17 cm)
ISBN 978-3-95558-427-6
Kulturelles und interkulturelles Lernen geschieht nicht selbstverständlich und schwankt zwischen Begeisterung und Angst. Sich der Fremde zu nähern, ist ein langsamer, nie abgeschlossener Prozess. Auf unterschiedliche Weise versuchen die Autorinnen und Autoren, diesen Prozess aus ihrer jeweiligen beruflichen Disziplin heraus zu beschreiben.
Christian Thienel nähert sich den Fragen nach der eigenen kulturellen Identität während seiner Auslandsaufenthalte als Sprachdozent feinfühlig und intuitiv. Birgit Mau-Endres versucht, über Kulturdimensionen ein Bewusstsein für die Annäherung an kulturell Unvertrautes zu schaffen. Ingegerd Schäuble berichtet aus ihren dialogischen Prozessen und ihrem erkenntnisreichen Vorgehen in Supervision und dialogischer Beratung. Alfred Walter reflektiert die Konfrontation mit der Fremde und dem Fremden im psychotherapeutischen Prozess.
Letztendlich geht es darum, in der Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Unvertrauten und dem Fremden etwas Neues, Drittes zu schaffen.
Einleitung
Abstracts der Beiträge
Christian Thienel
»Sie sind eigentlich gar kein richtiger Deutscher«
Als Deutschlektor zwischen West und Ost
Birgit Mau-Endres
Wir Deutschen – Ihr Deutschen
Stolpersteine in der interkulturellen Begegnung.
Unbewusste kulturelle Prägungen – der Versuch einer Annäherung
Ingegerd Schäuble
Friedensfähigkeit gestalten
Der Umgang mit dem Fremden/Anderen in Supervision und Beratung als Beispiel-Lernen
Alfred Walter
An wessen Wesen soll der Patient genesen?
Oder: »Wie hältst du’s mit dem Fremden in der Psychotherapie?«
Birgit Mau-Endres, M. A., Studium Deutsch als Fremdsprache, Ethnologie und Anglistik; Gründungsmitglied von VIV e.V. – Verein für interkulturelle Verständigung. Fortbildung: Psychodynamische Unternehmensberatung bei IPOM. Hauptinteressen: Vermittlung der deutschen Sprache und Sensibilisierung für kulturabhängige Interaktion, Teamentwicklung und Fallsupervision im interkulturellen Kontext.
Ingegerd Schäuble, Dipl.-Soziologin, Supervisorin (DGSv), Gründerin des Schäuble Institut für Sozialforschung. Tätig in den Bereichen Supervision / Teamentwicklung / Moderation, Fort- und Weiterbildung, sozialwissenschaftliche Expertise und empirische Forschung. Themen: Gemeinschaftsbildung in Gesellschaft und sozialen Gruppen, Herstellung von Kooperationskompetenz und Konfliktfähigkeit, Entwicklung von respektierenden Arbeits-, Lebens- und Gesellungsformen, Friedensarbeit.
Christian Thienel, Studium der Schulmusik an der Musikhochschule Detmold sowie der Germanistik an der Universität Konstanz. 2. Staatsexamen für das Lehramt am Gymnasium. Arbeit als Lehrer in Schottland und in der Schweiz. Von 2008 bis 2011 Lektor des DAAD am Lehrstuhl für Deutsche Philologie der Universität Vilnius in Litauen. Ausbildung zum analytischen Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten am C. G. Jung-Institut Zürich und in der Münchner Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse (MAP). Niedergelassen in München als analytischer Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche.
Alfred Walter, Dr. phil. (Pädagogik und Politikwissenschaft), M.A. theol., Psychoanalytiker für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (DPV/IPA, DGPT, VAKJP), Paar- und Familientherapeut, Gruppenanalytiker und Gruppenlehranalytiker (D3G). Ausbildungen in Psychotraumatologie. In Augsburg in eigener Praxis niedergelassen. Dozent und Supervisor der Münchner Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse (MAP) und an weiteren Ausbildungsinstituten sowie bei der Fundacja Pomorskie Centrum Psychotraumatologii in Danzig. Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Buchpublikationen zur psychoanalytischen Behandlungstechnik bei Kindern und Jugendlichen zu Trauma, Migration, Transsexualität und Literatur und Psychoanalyse.
»Gerade in Zeiten von globalen, virtuellen Teams und zunehmender Diversity in Unternehmen zeigt dieses Buch, dass interkulturelle Kompetenz weit über das bloße Erlernen von Verhaltensregeln hinausgeht. Es erfordert den Mut zur Selbstreflexion. Wer verstehen möchte, wie tief die eigenen kulturellen Wurzeln reichen und wie daraus tragfähige Brücken zu anderen Kulturen gebaut werden können, findet in diesem Werk wertvolle Impulse.« (ti communication)