Luzifer-Amor
Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse
Geschlecht in Theorie und Praxis der Psychoanalyse
Printausgabe – Heft 78, 39. Jg., 2/2026
Inhalt
Editorial
Schwerpunkt:
Geschlecht in Theorie und Praxis der Psychoanalyse
Gastherausgeberin: Birgit Lang mit Rainer Herrn
Esther Hutfless
Kritik, Rezeption und Transformation:
Feministische und queere Interventionen in die Psychoanalyse
Ulrike Kadi
An der Kante.
Eine kritische Würdigung von Karen Horneys Beiträgen zu psychoanalytischen Geschlechtertheorien
Rémy Amouroux, Alix Vogel und Aude Fauvel
»Was will die Prinzessin?«
Misogynie, Marie Bonapartes »fleischliche Gemeinschaft« und die Suche nach einem wissenschaftlichen Verständnis der weiblichen Lust
Lorenz Jäger
Psychoanalyse in Bloomsbury: Alix und James Strachey
Birgit Lang
»Über den Ausdruck homosexueller Neigungen in Mythos und Dichtung«:
Ein neuentdecktes Manuskript Otto Ranks und dessen Bedeutung für die Geschichte der Psychoanalyse
Steffen Dörre, Ulrike Klöppel, Steff Kunz
Der psychoanalytische Umgang mit queeren Menschen.
Aufruf zur Unterstützung eines historischen Aufarbeitungsprojekts.n
N. N.
Heilung von der Homosexualität?
Ein Therapieversuch bei J. H. Schultz im Jahr 1963
Aus der Forschung
Ewa Kobylinska-Dehe
Von Warschau nach New York
Bychowski und Szalita, zwei vergessene jüdische Psychoanalytiker
Kleine Mitteilungen
Wolfgang Leuschner
Über Wortverlust – drei Grafiken Freuds
Christian Kaserer
Das irritierende Detail
Kurt R. Eisslers literaturanalytische Miniaturen und sein Beitrag zu einer Methodologie psychoanalytischer Literaturinterpretation
Andrei Matveev
Zur Eröffnung des Sigmund-Freud-Instituts (1960)
Archivfund und Überlegungen zu einer Narrativverdichtung in der DGPT-Chronik
Herbert Will
Laudatio für Regine Lockot zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft am 16. Mai 2026 in Berlin
Katarzyna Swita
39. Symposion zur Geschichte der Psychoanalyse vom 27. Februar bis 1. März 2026
Caroline Neubaur
Eine Tagungsreise nach Příbor/Freiberg, Freuds Geburtsort
Heimat suchen | Heimat finden
12.–14. Juni 2026
Rezensionen und Anzeigen
Wilhelm Reich, Kurt R. Eissler: Reich über Freud. Herausgegeben von Thomas Harms, Ingo Diedrich, Wolfram Ratz, Marc Rackelmann und Beatrix Teichmann-Wirth (Tögel)
Steffen Theilemann: Harald Schultz-Hencke – Als Psychoanalytiker im Nationalsozialismus.(Hoffmann)
Ludger M. Hermanns (Hrsg.): Psychoanalyse in Selbstdarstellungen, Band XV. (Hupke)
Hans Füchtner: »… Geschichte der Psychoanalyse in Brasilien. (Theiss-Abendroth)
Christfried Tögel: Kurzgeschichten – selbst erlebt. (Hoffmann)
Thomas Müller: Die erstaunliche Geschichte der Psychiatrischen Familienpflege. Ein französisch-deutscher Vergleich. (Tögel)
S. H. Foulkes, E. J. Anthony: Gruppenpsychotherapie. Der psychoanalytische Ansatz. (Gorvin)
Esther Hutfless
Kritik, Rezeption und Transformation:
Feministische und queere Interventionen in die Psychoanalyse
Der Beitrag rekonstruiert die feministische und queere Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse von den frühen Debatten über Weiblichkeit in den 1920er-Jahren bis zur gegenwärtigen trans-affirmativen Psychoanalyse. Ausgangspunkt ist die konstitutive Spannung zwischen dem subversiven Potenzial des freudschen Denkens und seiner normierenden institutionellen Rezeption. Der Artikel verfolgt diese Konstellation ideengeschichtlich, konzeptuell und institutionell-politisch in verschiedenen geografischen und kulturellen Kontexten. Dabei zeigt sich, dass feministische und queere Kritik einen paradoxen Gestus vollzog: Sie wandte die begrifflichen Mittel der Psychoanalyse gegen die Disziplin selbst. Der Beitrag behandelt drei einander überlappende Phasen – die frühen Geschlechter- und Weiblichkeitsdebatten, die Außen- und Innenkritik der zweiten Welle sowie die Queer Theory und Trans*-Perspektiven – und fragt, unter welchen Bedingungen transformative Potenziale der Theorie realisiert oder blockiert wurden.
Ulrike Kadi
An der Kante.
Eine kritische Würdigung von Karen Horneys Beiträgen zu psychoanalytischen Geschlechtertheorien
Mit großer Klarsicht hat Karen Horney früh auf Mängel in der Berücksichtigung der Seite der Frau in der Psychoanalyse bei Freud und seinen MitstreiterInnen hingewiesen. Bekannt geworden ist die Berliner Psychoanalytikerin für ihre Kritik an Freuds Konzept des Penisneids. Der vorliegende Text widmet sich ihren vielfältigen Forschungen, die mit einer Reihe von Perspektivwechseln einhergegangen sind. Ihr Eintreten für die notwendige Berücksichtigung der Kultur in der Bildung von Geschlechtern ist heute nach wie vor ein gleichermaßen wichtiges wie weiter zu erforschendes Feld.
Rémy Amouroux, Alix Vogel und Aude Fauvel
»Was will die Prinzessin?«
Misogynie, Marie Bonapartes »fleischliche Gemeinschaft« und die Suche nach einem wissenschaftlichen Verständnis der weiblichen Lust1
1924 führte Marie Bonaparte, die später eine führende französische Psychoanalytikerin wurde, eine der ersten wissenschaftlichen Erhebungen zur weiblichen sexuellen Lust durch. Gegenwärtig wird ihre Arbeit über die Sexualität der Frau als eine Obsession betrachtet und ihrer angeblich frigiden Disposition zugerechnet. Der vorliegende Aufsatz, der sich auf unlängst freigegebenes Archivmaterial aus der Library of Congress (Washington, DC) stützt, versucht, Bonaparte ihren Platz in der Geschichte der Sexualwissenschaft wiederzugeben, als Pionierin der Bemühungen von Frauen, sich im akademischen Diskurs Gehör zu verschaffen. Angesichts der Misogynie und bisweilen Belästigung, die sie erlebte, sah sie sich gezwungen, männliche Ärzte zu umgehen und ein »fleischliches Netzwerk« aufzubauen, in dem sie andere Frauen dazu brachte, sich zum Verständnis der weiblichen Lust intimen Messungen und
Befragungen zu unterziehen. Aus einer Betrachtung des Kontexts, in dem Freud seine bekannte Frage »Was will das Weib?« stellte, sowie einer Untersuchung von Bonapartes Streben nach sexueller Freiheit und der komplexen Beziehung zu ihrem berühmten Analytiker scheint hervorzugehen, dass sich jene Frage nicht wirklich auf die Eigenart der Frau bezog, sondern eine Warnung an seine Schülerin enthielt im Blick auf die Einschränkungen, die sich Frauen in der Gesellschaft auferlegen sollten. Generell werden Bonapartes Thesen besser verständlich im konzeptuellen Rahmen eines »situierten Wissens«, im Sinne von Donna Haraway. Tatsächlich gewann sie an ihrem und den Körpern anderer Frauen ein Wissen, das den vorherrschenden männlichen Blick auf Frauen herausforderte. Ihr Werk ist keineswegs das Produkt einer frigiden Neurotikerin oder einer Freud-Fanatikerin, sondern ein frühes Zeugnis der kollektiven sozialen Ermächtigung von Frauen im Laufe des 20. Jahrhundert.
Lorenz Jäger
Psychoanalyse in Bloomsbury: Alix und James Strachey
Der Beitrag untersucht die kulturellen und biographischen Voraussetzungen der intensiven Rezeption Freuds im Bloomsbury-Kreis. Am Beispiel von James und Alix Strachey wird gezeigt, wie der gesellschaftliche Umbruch nach dem Ende der viktorianischen Epoche – insbesondere die Liberalisierung der Geschlechterrollen und der Sexualmoral – ein günstiges Rezeptionsmilieu für die Psychoanalyse schuf. James Strachey, Hauptherausgeber der Standard Edition von Freuds Werken, veröffentlichte 1930 einen Aufsatz, der das Lesen als oral-analen Prozess mit koprophagen und analsadistischen Anteilen deutet. Diese Arbeit spiegelt die lebensgeschichtliche Prägung eines Mannes, dessen gesamte Existenz dem Lesen, Übersetzen und Verstehen von Worten gewidmet war. Seine Frau Alix, Tochter einer Malerin, verband kunsttheoretische Reflexionen mit psychoanalytischen Konzepten, insbesondere der Sublimierung analer Triebanteile in künstlerischer Gestaltung. Beide entstammten der intellektuellen und administrativen Elite des Empire. Die außergewöhnliche Familie Strachey verkörpert eine breit gefächerte Kultur der Schriftlichkeit – von erotischer Bekenntnisliteratur über koloniale Verwaltungsarbeit und Kryptographie; bei seiner Frau dominieren kunsttheoretische Fragen. Die Übersetzungs- und Editionsarbeit de Paares erscheint so als praktische Fortsetzung und zugleich als Sublimierung dieser familiären Tradition. Der Text versteht die Leistung des Paares als Idealverbindung von Wort und Bild, von philologischer Präzision und ästhetischer Sensibilität innerhalb der frühen britischen Psychoanalyse.
Birgit Lang
»Über den Ausdruck homosexueller Neigungen in Mythos und Dichtung«: Ein neuentdecktes
Manuskript Otto Ranks und dessen Bedeutung für die Geschichte der Psychoanalyse
Der Aufsatz stellt das bislang unveröffentlichte Manuskript Otto Ranks »Über den Ausdruck homosexueller Neigungen in Mythos und Dichtung« (1906) vor und ordnet es in seinen intellektuellen Entstehungskontext ein. Unter Bezugnahme auf Ego-Dokumente untersucht Rank die Werke kanonisierter Autoren und Künstler der Weltliteratur, u. a. Wagner, Shakespeare, Platen, Grillparzer, Kleist und Ibsen in Hinblick auf die zum Ausdruck gebrachten, unbewussten homosexuelle Neigungen. Zentrales Moment der Analyse bildet dabei die Art und Weise, in der die laut Freud für die Homosexualität charakteristische »Vereinigung beider Geschlechtscharaktere« zum Ausdruck gebracht wird. Rank stellt in diesem Zusammenhang eine alternative Interpretation des Ödipus-Mythos vor, der in der Sphinx eben diesen zu überwindenden »Kompromiss« symbolisiert sieht. Der Artikel diskutiert Inhalt und theoretische Rahmung des Manuskripts und erörtert sowohl dessen methodischen Beschränkungen als auch die möglichen Gründe für die NichtRezeption von Ranks Ideen in der Frühgeschichte der Psychoanalyse. Abschließend spekuliert der Artikel, dass eine Publikation des Manuskripts damals eine Pluralisierung der psychoanalytischen Auseinandersetzung mit Homosexualität und eine größere Offenheit homosexuellen Analysand:innen gegenüber bewirkt hätte, die insbesondere in den 1940er Jahren von Wichtigkeit gewesen wäre. Die Wiederentdeckung von Ranks Manuskript eröffnet daher wichtige Anknüpfungspunkte für queere Lektüren der frühen Psychoanalyse in der Zukunft.
Steffen Dörre, Ulrike Klöppel, Steff Kunz
Der psychoanalytische Umgang mit queeren Menschen.
Aufruf zur Unterstützung eines historischen Aufarbeitungsprojekts./span>
Die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e.V. (DGPT) hat in ihrer Mitgliederversammlung am 27. Februar 2026 Mittel zur Durchführung einer Vorstudie genehmigt, um den Umgang der Psychoanalyse und den psychoanalytischen Institutionen mit lesbischen, schwulen, bisexuellen, non-binären, trans- und intergeschlechtlichen Menschen aufzuarbeiten. Geklärt werden soll, wie niedergelassene Psychoanalytiker:innen, psychoanalytische Institute, psychosomatische Kliniken, Fachgesellschaften und Wissenschaftler:innen mit Menschen umgingen, deren Verhalten, Identitäten und Körper nicht den Sexualitäts- und Geschlechternormen entsprachen. Beschrieben werden soll, wie und warum sich der psychoanalytische Umgang mit queeren Menschen im Zeitraum von 1945 bis 2000 veränderte. Hier wurde dieses Forschungsvorhaben präsentiert. Damit verbunden
ist die Bitte an Zeitzeugen und Zeitzeuginnen uns unter aufarbeitung_psa_queer@ histmed.uni-heidelberg.de zu kontaktieren, wenn Interesse an Interviews oder Hintergrundgesprächen besteht. Auch Hinweise auf Archivmaterialien sind willkommen.
N. N.
Heilung von der Homosexualität?
Ein Therapieversuch bei J. H. Schultz im Jahr 1963
Der anonyme Autor erinnert sich, wie er als 19-jähriger Student im Jahre 1963 den für einschlägige Erfolge bekannten Psychiater J. H. Schultz aufsuchte, um sich von seiner Homosexualität heilen zu lassen. Der Therapieversuch endete nach wenigen Wochen mit einem Zerwürfnis. Erst viel später begriff er, dass nicht die Homosexualität seine Krankheit war, sondern das Leiden an ihr. Neben seinen persönlichen Erfahrungen mit Schultz beleuchtet er auch dessen in Publikationen dargelegte Auffassung von Homosexualität als einer Krüppelform der Persönlichkeitsentwicklung, eine Auffassung, die in der Nazizeit fatale Konsequenzen nach sich ziehen konnte.
Ewa Kobylinska-Dehe
Von Warschau nach New York
Bychowski und Szalita, zwei vergessene jüdische Psychoanalytiker
Die Autorin schildert die Lebenswege zweier polnisch-jüdischer Psychoanalytiker:innen – Gustav Bychowski und Alberta Szalita. Beide arbeiteten bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939 in Warschau. Nach vielen dramatischen Erlebnissen in Europa und in der Sowjetunion gelang es ihnen, nach New York zu fliehen. Im Gegensatz zur Ich-Psychologie, die im Amerika der Nachkriegszeit vorherrschte, begannen sie, mit den an Psychosen erkrankten Patienten und mit Holocaust-Überlebenden zu arbeiten. Trotz ihrer innovativen klinischen Ideen und theoretischen Konzepte gerieten sie in Vergessenheit. Die Ursachen für dieses »Vergessen« untersucht die Autorin, indem sie ihre Porträts vor dem Hintergrund der Geschichte der Psychoanalyse im sozialen und kulturellen Kontext zeichnet. In den Lebenswegen von Bychowski und Szalita sieht sie zugleich eine Exemplifizierung des Schicksals der Psychoanalyse selbst: ihre Geburt in Mitteleuropa, Auswanderung nach Amerika und späte Rückkehr nach Osteuropa.
Wolfgang Leuschner
Über Wortverlust – drei Grafiken Freuds
Ausgehend von Untersuchungen zu organischen Sprachstörungen entwickelte Freud 1891 ein Modell, das ähnlich seinen Vorstellungen zu hysterischen Lähmungen Sprache von bloß neurologischen Ursachen löste. Ins Zentrum der grammatischen Leistungen des von ihm formulierten Wort-Sachvorstellungskomplexes stellte er eine Wortbildung, die maßgeblich durch die automatische »Klangschalter«-Verknüpfung erworbener Objektvorstellungen mit dem sogenannten Klangbild zustande gebracht wird. Wie er dann in einer späteren, wenig bekannten Arbeit von 1898 aufzeigte, kann diese Verknüpfung misslingen, das Wort, ein PIN usw. wird vergessen. Das ruft ein gewisses Erschrecken hervor und jeder davon Betroffene versucht den »verlorenen« Wortklang durch wildes Assoziieren wiederzufinden. Genau dabei tun sich Ersatzwörter bzw. deren Bruchstücke auf, die nun zumindest Auskunft über jenes sprachliche Netzwerk geben, das den originären Klang umgibt. Weil die Klangblockade auch die Traumbildung betrifft, ist davon auszugehen, dass sowohl bei der Traumbildung wie dem Wortvergessen jene Bruchstücke aus der Zeit der infantilen Sprachbildung stammen. Beiden »Symptomen« liegt eine umschriebene Regression zugrunde, die auch in Einschlafvorgängen zu beobachten sind. Eigene Untersuchungen zur Traumbildung weisen darauf hin, dass spontane Wiedererinnerungen eines Wortes auch auf deren duale (gestisch-motorische) Kodierung zurückzuführen sind. Schließlich wird anhand einer dritten Zeichnung aus »Das Ich und das Es« behauptet, dass die »Kippschalter-Funktion« die Leistungen des Systems Vbw insgesamt charakterisieren. Die drei Zeichnungen Freuds zusammen erweisen sich am Ende als Facetten einer Einheit eines Aggregates.
Christian Kaserer
Das irritierende Detail
Kurt R. Eisslers literaturanalytische Miniaturen und sein Beitrag zu einer Methodologie psychoanalytischer Literaturinterpretation
Der Psychoanalytiker Kurt R. Eissler hat mit seinen literaturanalytischen Miniaturen – besonders mit seinem Konzept des »Details« – einen originellen Beitrag zur Methodologie psychoanalytischer Literaturinterpretation geleistet. An scheinbar nebensächlichen, aber irritierenden Textstellen entwickelt er biografisch fundierte Deutungsmodelle, gestützt auf Selbstzeugnisse. Dabei differenziert er zwischen werkimmanenten (»endopoetischen«) und biografischen (»exopoetischen«) Verfahren, die er methodisch kombiniert. Trotz der Fixierung auf Werk und Autor eröffnet sein Detailbegriff auch neue Anschlussmöglichkeiten – etwa an die Affekt- und Diskurstheorie. Der Artikel fasst nicht nur Eisslers Leistungen zusammen und würdigt sie, sondern plädiert dafür, sein heute fast vergessenes Modell produktiv weiterzudenken – etwa als Ausgangspunkt einer dynamischeren, rezeptionsoffenen psychoanalytischen Literaturwissenschaft.