Sally Swartz
Psychoanalyse und Kolonialismus
Eine Einführung
1. Auflage 2026
160 S., Paperback DIN A5
ISBN 978-3-95558-413-9
Sally Swartz führt die Leser*innen in die frühen Verflechtungen der psychoanalytischen Theorie mit dem Kolonialismus ein und zeigt, wie diese zu lang anhaltenden Auswirkungen auf die Psychoanalyse geführt haben.
Psychoanalyse und Kolonialismus berücksichtigt eine Vielzahl von Quellen und einen breiten historischen Zeitraum von den Anfängen der Psychoanalyse bis hin zu aktuellen Theorien und Praktiken. Es wird untersucht, wie die Freud’sche Theorie die Idee des Primitiven in den Mittelpunkt der Kartierung der ungezähmten Gebiete des Unbewussten stellte, und zwar über Vorstellungen von der Zähmung triebhafter Exzesse, der Zivilisierung des Primitiven und der Eroberung und Ordnung der Wildheit. Der Text beschreibt den Einfluss des Kolonialismus auf das Denken von Freud und Jung und widmet sich antikolonialen Stimmen wie Césaire, Mannoni, Memmi und Fanon sowie deren Beitrag zur psychoanalytischen Theorie. Es folgen Überlegungen zu den Herausforderungen der Dekolonialisierung der Psychoanalyse.
Dieses Buch ist eine verständliche Darstellung der Zusammenhänge zwischen Kolonialismus und Psychoanalyse und eignet sich sowohl für interessierte Laien als auch für Psychoanalytiker*innen, die sich damit auseinandersetzen, wie Fragen hinsichtlich ethnischer Zugehörigkeit, sozialer Schicht, Gender und Sexualität ihre therapeutische Arbeitsweise und ihr wissenschaftliches Schreiben beeinflussen.