Barbara Haberstock / Martina Wolf / Sabine Wolf / Gerhard Herrmann (Hrsg.)
Mitherausgegeben von der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern (AFFBY)
Vertrauen. Zutrauen. Bindung.
Im Dialog mit Frühförderung
1. Auflage 2026
240 S., Paperback Großoktav (24 x 17 cm)
ISBN 978-3-95558-431-3
Beiträge von Marlene Beilharz, Bärbel Derksen, Eva Dorn, Günther Emlein, Stefanie Gingelmaier, Stephan Gingelmaier, Barbara Haberstock, Marc Haug, Gerhard Herrmann, Johannes Huber, Tanja Jungmann, Regina Kofler, Anne Katrin Künster, Klaus Mainzer, Laura Melzer, Ulrich Metschl, Tanja Misof, Miriam Morgan, Thomas Müller, Sabina Pauen, Maike Rönnau-Böse, Brita Schirmer, Marc Schmid, Peter Schmidt, Ulrich Schnabel, Pascal Schreier, Wiebke Schüttrumpf, Barbara Unterholzner, Wilhelm Vossenkuhl, Hans Weiß, Martina Wolf, Sabine Wolf, André Frank Zimpel
Wie entsteht Vertrauen – und wie können wir es in den sensibelsten Momenten des Lebens stärken? Dieses Fachbuch lädt dazu ein, zentrale Begriffe wie Vertrauen, Zutrauen und Bindung in einen lebendigen Dialog mit der Frühförderung zu bringen.
Die Anforderungen an Fachkräfte gehen heute weit über Methoden- und Handbuchwissen hinaus. Dieses Buch kann Fachleute unterstützen, ihre professionelle Haltung zu schärfen, um im interdisziplinären Austausch und gemeinsam mit den Familien sinnvolle Perspektiven zu entwickeln.
Gestützt auf aktuelle Forschung, langjährige Praxiserfahrung und bereichert durch Beiträge von Menschen in besonderen Lebenslagen widmet sich das Buch wesentlichen Themen u.a. Bindung, Resilienz, Trauma, Trauer, Zuversicht oder Kultursensibilität im Kontext von Frühförderung und angrenzenden pädiatrischen Arbeitsfeldern. Es zeigt, wie feinfühliges Begleiten gelingen kann und warum es gerade in der frühen Kindheit so bedeutsam ist, Kindern und Eltern mit Zutrauen zu begegnen.
Menschsein. Diversität. Zuversicht.
Günther Emlein
Menschsein. Diversität. Zuversicht.
Ein theoretischer und doch sehr praktischer Blick
Miriam Morgan
Kultursensibles Arbeiten
Berührungspunkte mit Kindern aus anderen Kulturen
Ulrich Schnabel
Erzählt die Krise mich oder erzähle ich die Krise?
Von der Kraft der Zuversicht und wie man sie fördert
Pascal Schreier
Vulnerabilität braucht Anerkennung, braucht pädagogische Beziehungen
Peter Schmidt
Autistisches Menschsein durch barrierefreie Förderung von Stärken
Klaus Mainzer
Komplexe Systeme – Komplexität – Einfachheit – Reduktion
Ulrich Metschl
Gesunde Skepsis
Wilhelm Vossenkuhl
Sinn im Unsinn
Vertrauen. Zutrauen. Misstrauen.
Thomas Müller
Vertrauen – Misstrauen – Zutrauen
Frühförderpädagogische Zu-Mutungen
Sabina Pauen
Wie funktioniert Selbstregulierung und was führt zu innerer Stärke?
André Frank Zimpel
Fördern ist gut – in die Stärken der Kinder vertrauen ist besser
Marlene Beilharz
Zutrauen
Ich bin Aktivistin für Barrierefreiheit in Computerspielen!
Stephan Gingelmaier / Stefanie Gingelmaier
»Können Selbstwirksamkeitserfahrungen schädlich sein?«
Einige Gedanken zu Selbstwirksamkeit und epistemischem Vertrauen aus mentalisierungstheoretischer Sicht
Marc Schmid
Die Bedeutung von Vertrauen und Zutrauen aus traumapädagogischer Sicht
Wiebke Schüttrumpf
3 Jahre 8 Monate
Marc Haug
Vertrauen in das Werdende
Vom Staunen über eine Schnecke zur Gestaltung der Welt
Bindung. Beziehung. Verstrickung.
Tanja Jungmann
Zwischen Nähe und Distanz: Spannungsfelder pädagogischen und therapeutischen Handelns
Bärbel Derksen
Bindung und Feinfühligkeit – zwei altbekannte Konzepte – bekannt und doch immer wieder aktuell
Johannes Huber
Väter, Bindung und Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen – wissenschaftsreflexive Erkundungen innerhalb eines »Nischen«-Themas
Eva Dorn
Die Situation von Geschwistern von Kindern mit Erkrankung und/oder Behinderung
Barbara Haberstock
Theresa
Anne Katrin Künster
Wenn Bindung schwierig ist
Laura Melzer
MENSCHENNETZE
»Verbunden, vernetzt, verstrickt«
Barbara Unterholzner
Zwischen Reiz und Resonanz
Kindergesundheit im digitalen Zeitalter
Frühförderung. Einsichten. Aussichten.
Hans Weiß
»Es hätte mir mal gutgetan, auch von meinen Enttäuschungen sprechen zu können«
Umgehen mit den »dunklen« Seiten elterlicher Lebenswirklichkeit als Aufgabe und Haltung in der Frühförderung
Tanja Misof
MENSCH
Martina Wolf
Am Kind, der Familie und mir selbst orientiert …?!
Komplexe Herausforderungen im Kontext Frühförderung
Regina Kofler
Die Notwendigkeit palliativer Betreuung in der interdisziplinären Frühförderung
Maike Rönnau-Böse
Stärkung der Resilienz von Kindern und Familien in der Frühförderung
Brita Schirmer
Vertrauen lernen, Zutrauen entwickeln – Frühförderung bei Kindern im Autismus-Spektrum
Gerhard Herrmann / Sabine Wolf
Was bedeutet uns Interdisziplinarität?
Herausgeberinnen und Herausgeber
Autorinnen und Autoren
Dank
Bildnachweis
Zitatnachweis
Martina Wolf arbeitet als Ergotherapeutin an einer interdisziplinären Frühförderstelle und an der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern. Ihr Schwerpunkt liegt auf sensomotorischen sowie bindungs- und beziehungsorientierten Ansätzen. Über 28 Jahre war sie gemeinsam mit Barbara Haberstock Redakteurin der Zeitschrift fiduz. Sie veröffentlichte zahlreiche Fachartikel und verfügt als Dozentin über vielfältige Lehrqualifikationen. Ihr Ziel ist, Teilhabe und Selbstständigkeit von Kindern und Familien nachhaltig zu stärken. Empathie, Offenheit für neue Perspektiven und Achtung vor Menschen in schwierigen Lebenslagen prägen ihre Haltung.
Sabine Wolf ist Dipl.-Sozialpädagogin, Dipl.-Psychologin und Entwicklungspsychologische Beraterin (EPB) und seit über 25 Jahren in der interdisziplinären Frühförderung unterwegs. Wie entscheidend eine wertschätzende Haltung, ein systemischer Blick und ressourcenorientiertes Vorgehen sind, um die Familien in ihrer persönlichen Situation erfolgreich zu unterstützen, durfte sie intensiv erleben. Heute ist sie als Geschäftsführende Leitung der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern tätig und gibt ihre langjährige Erfahrung im Netzwerk der Frühförder:innen weiter. Zusammen mit ihrem Kollegen Herrn Dr. Gerhard Herrmann ist sie für die fachliche Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der interdisziplinären Frühförderung in Bayern verantwortlich.
Dr. med. Gerhard Herrmann ist seit Oktober 2021 als geschäftsführende Leitung an der Arbeitsstelle Frühförderung tätig und gemeinsam mit Sabine Wolf für die fachliche Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der interdisziplinären Frühförderung in Bayern verantwortlich. Schwerpunkte seiner kinderfachärztlichen Tätigkeit vor Eintritt in die Arbeitsstelle waren Neonatologie und v. a. sozialmedizinische Themen im Rahmen langjähriger Beschäftigung in einer Mutter-Kind-Klinik und Kinderrehabilitationsklinik. Weiterbildungen in Logotherapie, Marte Meo, Kinder- und Jugend-Psychotherapie betonen v. a. das Interesse an interpersonellen Themen sowie an der Beschäftigung mit Sinn- und Wertefragen.
Die Arbeitsstelle Frühförderung Bayern (AFFBY) ist eine fachlich ausgerichtete Forschungs- und Beratungsstelle für das bayernweite Frühfördersystem. In interdisziplinär besetzten Frühförderstellen erhalten Familien Unterstützung, wenn sich bei ihrem Kind (drohende) Behinderungen und damit einhergehende Teilhabeeinschränkungen zeigen.
Ein Schwerpunkt der AFFBY, die durch das Bayerische Staatsministerium für Familien, Arbeit und Soziales gefördert wird, liegt in der Qualitätssicherung und fachlichen Weiterentwicklung der Frühförderung. Das interdisziplinäre Team bearbeitet praxisrelevante Fragestellungen und fördert den Austausch zwischen Einrichtungen, Trägern und Behörden. Angebote der Beratung, Vernetzung und Fort- und Weiterbildung stehen allen Frühförderstellen in Bayern offen.